Kontakt zum HIS Kingdom e.V. Spenden-Shoppen für HIS Kingdom Neuigkeiten auf HIS-Kingdom.de Spenden an HIS Kingdom Eigene E-Mail "@HIS Kingdom.de" HIS Kingdom auf Facebook

HIS Kingdom Gerechtigkeit lebenGERECHTIGKEIT
LEBEN

HIS Kingdom Schöpfung bewahrenSCHÖPFUNG
BEWAHREN

HIS Kingdom Zukunft sichernZUKUNFT
SCHENKEN

Jul 24 2015

Die im Juli 2015 vom  Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück veröffentlichte Studie „Zusammenhänge zwischen Migration und Entwicklung“ geht der Frage nach, inwiefern Migration aus dem globalen Süden in den Norden der Welt  Potentiale für eine sozio-ökonomische Transformation der Länder des globalen Südens bietet.

Die Studie, die von der Welthungerhilfe und terre des hommes in Auftrag gegeben wurde, beleuchtet die gegenwärtige Fixierung auf Entwicklungszusammenarbeit als Instrument der Migrationssteuerung kritisch und wirbt für einen anderen Blick auf das Wechselverhältnis von Migration und Entwicklung. Bislang werde diese Diskussion vor allem in den Industrieländern geführt. Diese gäben entsprechend ihrer Interessen vor, was unter unerwünschter bzw. erwünschter Migration und Entwicklung zu verstehen sei.  Stimmen aus dem globalen Süden fänden in dieser Debatte kaum Gehör.

Laut der Studie seien die Gründe für Migration, also die räumliche Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Individuen und Kollektiven, vielschichtig. Migration könne sowohl eine Reaktion auf Umweltzerstörung, wirtschaftliche oder soziale Notlagen sein, als auch ein Suchen nach einem „besseren Leben“. Ebenfalls seien die Flucht vor Gewalt oder eine Zwangsmigration  im Sinne von Deportation und Vertreibung ursächlich dafür, dass sich Menschen in die Migration begeben.

Anhand zweier Fallbeispiele, den Philippinen und Westafrika, werden schließlich nicht nur die entwicklungsfördernden Wirkungen von Migration, sondern auch die hiermit verbundenen Risiken sowie die daraus resultierenden Folgen für die Entwicklungszusammenarbeit dargelegt.

Auf der einen Seite verdeutlichen die Beispiele eindrucksvoll, dass Migration das Armutsrisiko in den Herkunftsländern verringert, vor allem durch Rücküberweisungen. Aufgrund ihres enormen Umfangs würden neue Bildungschancen eröffnet und die Gesundheitsversorgung verbessert. Neben dem Transfer von monetären Mitteln sei auch der Transfer von technologischer, ökonomischer und kultureller Kompetenz – kurzum der Transfer von Wissen – zu betonen. Migrantinnen und Migranten würden oftmals Qualifikationen erwerben, die es ihnen im Falle ihrer Rückkehr eher ermöglichen ihre Potenziale auszuschöpfen.

Auf der anderen Seite würde so aber auch Inflation sowie eine Fokussierung auf Erwerbsmöglichkeiten andernorts befördert, wobei letzteres häufig die Abwanderung gut qualifizierter Kräfte („brain drain“) zur Folge habe. Darüber hinaus wird in der Studie die Notwendigkeit betont, Regelungen zum Schutze der Migrantinnen und Migranten einzuführen, die sie vor ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen in den Ländern des globalen Nordens schützen.

Schlussendlich werden Empfehlungen ausgesprochen, wie Migration und Entwicklung erfolgreich miteinander verknüpft werden können und welche Rolle die Entwicklungszusammenarbeit hierbei einnehmen kann. Es wird dafür plädiert, die einseitige Fixierung auf die migrationspolitischen Interessen des globalen Nordens zu beenden und Entwicklungspolitik langfristig zu denken. Des Weiteren solle die Diaspora, beispielsweise mittels der Zulassung und Förderung migrantischer Selbstorganisation in den Zielländern, stärker in entwicklungspolitische Prozesse miteinbezogen werden, um die Handlungsmacht von Migrantinnen und Migranten erhöhen zu können. Dies sei insbesondere mit Blick auf die problematischen Arbeitsverhältnisse sowie die rechtliche und soziale Diskriminierung, der viele Migrantinnen und Migranten ausgesetzt sind, von Nöten.

Quelle: Projekt "Deine Stimme gegen Armut - Entwicklung braucht Beteiligung"

Aktives Spenden

Jetzt spenden


SMS Spende an HIS Kingdom e.V.5 € spenden per SMS:

"GIB5 HIS" an 81190

Kosten der SMS: 5,17 €
zzgl. der Kosten des Mobilfunkanbieters
fürs Absenden einer normalen SMS

Eigene E-Mail-Adresse

Sichere Dir Deine eigene individuelle E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr erfahren