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Mär 12 2015

Diese Frage stellten sich im vergangenen Jahr die Privatbanken im Bundesverband deutscher Banken. Gemeinsam entwarfen sie ein Impulspapier zum Nachhaltigkeitsmanagement. In ihm steht, welche Strategien und Instrumente notwendig sind, um Nachhaltigkeit im Geschäftsalltag zu verankern. Jutta Hinrichs, Stabsstelle für Ethik und Nachhaltigkeit bei der Steyler Ethik Bank, hat an dem Papier mitgearbeitet. Im Interview spricht sie über die Entstehung des Dokuments und seine Bedeutung für deutsche Privatbanken.

Frau Hinrichs, wer hat an dem Impulspapier mitgearbeitet?
Das Impulspapier entstand im „Arbeitskreis Nachhaltigkeit“ des Bankenverbandes. Ihm gehören Vertreter von deutschen Großbanken sowie einiger Mittelstandsbanken an. Auch die Steyler Ethik Bank ist Mitglied in diesem Arbeitskreis, daher konnte ich an dem Papier mitwirken.

Ist die Handschrift der Steyler Ethik Bank in diesem Text lesbar?
Die Arbeitsatmosphäre war sehr konstruktiv und offen. Daher konnte ich einiges von der spezifischen Sichtweise der Steyler Ethik Bank einbringen. Als eine Bank, die sich komplett der ethischen Geldanlage verschrieben hat, sind wir hier natürlich anders aufgestellt als die Großbanken. Umso erfreulicher, dass es dennoch viele gemeinsame Überzeugungen zum Thema Nachhaltigkeit gibt, wie das fertige Impulspapier belegt.

Können Sie das an einem konkreten Beispiel festmachen?
Eine der Kernaussagen zum Nachhaltigkeitsmanagement und seiner Verankerung in den Bankbetrieb bringt die Ernsthaftigkeit gut auf den Punkt: „Nachhaltigkeit ist […] kein separates Ziel, sondern integrativer Bestandteil der Geschäftsstrategie." Außerdem gibt es eindeutige Bekenntnisse zur ökologischen und sozialen Verantwortung: „Viele Banken haben ökologische Belange aufgrund der Entwicklungen im Umwelt- und Klimaschutz in ihr operatives Geschäft integriert und die ökologischen Nachhaltigkeitsaspekte sowohl bei der Kreditvergabe als auch beim Kapitalanlagegeschäft im Blick.“

An anderer Stelle heißt es: „Banken achten auf soziale und gesellschaftliche Aspekte ihrer Aktivitäten. Soziale Nachhaltigkeitsfaktoren kommen auch im Kredit- und Kapitalanlagegeschäft zur Anwendung.“ Diese Sätze drücken für die Steyler Ethik Bank eine Selbstverständlichkeit aus. Für die Großbanken wohl eher nicht, oder?
Wenn eine deutsche Großbank sich dazu bekennt, ökologische und soziale Faktoren sowohl bei der Kreditvergabe als auch beim Kapitalanlagegeschäft im Blick zu haben, finde ich das äußerst bemerkenswert. Wichtig ist aber natürlich, dass es im Alltag auch gelebt wird.

Was ist Ihre Einschätzung: Wie sind die Großbanken – also Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank etc. – in puncto Nachhaltigkeit aufgestellt?
Erfreulicherweise gibt es derzeit auf dem Finanzmarkt eine positive Entwicklung. Nachhaltigkeit wird in immer mehr Geschäftsbereichen zum Leitbild erhoben. Im Betriebsmanagement steht sie bei vielen schon heute ganz oben auf der Agenda. Weitere Themen wie nachhaltige Geldanlage oder Nachhaltigkeitskriterien im Kreditgeschäft nehmen langsam Fahrt auf.

Wie lassen sich auch die Banken überzeugen, die bislang noch zögern?
Leider ist die Zangenwirkung von zunehmender Regulierung und andauernder Niedrigzinsphase so groß, dass manche Banken das Thema Nachhaltigkeitsmanagement noch weit von sich weisen. Sie sehen erst einmal nur den Aufwand.

Dabei liegen die Chancen auf der Hand: Nachhaltigkeitsmanagement ist weit mehr als ein nettes Beiwerk für das, was man als das eigentliche Geschäft ansieht. Es erfüllt wichtige Funktionen, etwa als Frühwarnsystem, damit kann es zum Beispiel Reputationsrisiken verringern.

Außerdem steigt der Erwartungsdruck durch die Öffentlichkeit. Sie fordert von den Banken zunehmend Auskunft über die Auswirkungen ihres Verhaltens auf Gesellschaft und Umwelt. Banken, die nachhaltig wirtschaften, wird es viel leichter fallen, Transparenz herzustellen.

Wie geht es nun mit dem Impulspapier des Bankenverbandes weiter?
In den kommenden Wochen und Monaten gibt es eine Reihe von Gesprächen und Veranstaltungen, die das Thema gerade bei kleinen und mittleren Banken voranbringen sollen. Ich freue mich jedenfalls über diesen Anstoß des Bankenverbandes und hoffe, dass viele Banken die Impulse aufgreifen werden.

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